Esche - Fraxinus

Bogenholz

Esche wird in unseren gemäßigten Klimazonen sehr häufig zum Bogenbau eingesetzt. Nicht nur seine guten Holzeigenschaften, sondern auch die Tatsache, dass es sehr schnell und fast überall wächst tragen wohl dazu bei.

Esche ist ein mittelhartes, elastisches Holz. Das Holz ist belastbarer auf Zugkräfte, als auf Druckkräfte. Um mit diesem Unterschied zu leben ist es gut, dem Eschenbogen ein halbpyramidales Design zu verpassen. Der Tiller wird deshalb ein elliptischer. Dieser Tiller ist bei Eschenholz einer der geeignetsten. Das Holz wird da nicht so sehr in Griffnähe belastet. Das Stringfollow bildet sich in den weiter außenliegenden Wurfarmbereichen und hat deshalb weniger Auswirkung.

Eschenholz ist ringporig gewachsen.

Es gilt: Je breiter die Jahresringe, desto besser das Holz, je höher der Spätholzanteil zum Frühholz, desto besser.

Frühholz erkennt man an seiner porösen Beschaffenheit. Spätholz ist viel dichter gewachsen.

Eschenholz hat eine Dichte von 0,6 - 0,75 g/cm³. Es entfaltet seine Kraft besser in breiten, flachen Wurfarmquerschnitten als in schmalen.

 Junge Bäume der Esche haben eine schöne, glatte Rinde. Je älter der Baum wird desto mehr ist diese mit Moos bewachsen. Bei alten Bäumen ist die Rinde auch nicht mehr glatt sondern zerklüftet mehr und mehr.

Gut zu erkennen sind die Eschen im Winter an ihren typischen schwarzen Triebknospen.

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